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Reicht die Rumpftruppe gegen entzauberte Spanier? - EM 2016

18.11.2014 14:37:38

Europameister gegen Weltmeister. Spanien gegen Deutschland. Klangvolleres hat es in den letzten Jahren auf internationaler Ebene nicht gegeben. Das von vielen herbeigesehnte Ende der spanischen Dominanz im Weltfußball kam im Sommer in Brasilien. Das deutsche Team erntete Lob aus allen Ecken und ließ sich zu Recht feiern. Doch die Katerstimmung danach hatten so wohl nicht mal die größten Pessimisten erwartet.

Daran hat auch die wenig überzeugende Leistung gegen Fußballzwerg Gibraltar in der EM Qualifikation nichts geändert. Ein 4:0 des Weltmeisters gegen eine Hobbykicker-Truppe aus Polizisten und Hafenarbeitern – zu wenig Seelenbalsam nach den enttäuschenden Auftritten gegen Polen und Irland. Dabei hatte man gehofft mit einem Torfestival die Stimmung im Team heben zu können.

Nun soll es ausgerechnet gegen den größten Rivalen der letzten Jahre klappen, der bekannt dafür ist seine Gegner mit Ballbesitzfußball zu zermürben. Doch auch Spanien spielt nicht mehr den Fußball mit dem sie 2008, 2010 und 2012 die großen Turniere gewannen. Seit dem kläglichen Aus in der Gruppenphase der Weltmeisterschaft folgten Niederlagen gegen Frankreich und in der EM-Quali die Slowakei. Siege gab es für das Team von Vicente del Bosque nur gegen Mazedonien, Luxemburg und Weißrussland. Nicht unbedingt Fußballnationen. Im Gegensatz zum Deutschland befindet sich Spanien allerdings in einer Phase des notwendigen, aber gezielten Umbruchs.

In Löws voraussichtliche Startelf hingegen hat sich eher ein provisorischer Umbruch eingeschlichen und die Weltmeistermannschaft erheblich geschwächt. Zwar stehen mit Müller, Kroos oder Khedira immer noch wichtige Eckpfeiler auf dem Platz, aber zu viele nominierte Akteure wirken eilig herankutschiert um die Löcher dazwischen zu stopfen. Besonders bei einem Blick auf die Ersatzbank zeigt sich, dass der Bundestrainer in seinem Handlungsspielraum erheblich eingeschränkt ist. Standen ihm in Brasilien noch Chelseas Top-Joker André Schürrle oder Ideengeber Julian Draxler zur Verfügung, muss er jetzt auf Sebastian Rudy oder Max Kruse zurückgreifen um während des Spiels neue Impulse zu setzen.

Nicht unbedingt rosige Aussichten für das letzte Spiel im Weltmeisterjahr 2014. Und dennoch, einige der Spieler die jetzt ins kalte Wasser geworfen werden, wachsen vielleicht an der Erfahrung. Aus einer Partie gegen die ausgebufften Iberer kann jeder Jugendspieler noch die eine oder andere Lektion mitnehmen. Bleibt zu hoffen, dass Spanien gegen die deutsche B-Elf nicht zum alten Glanz zurückfindet und das Spiel für die ganze Mannschaft zur Lehrstunde wird.

Geposted in DFB-Elf
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Gruppe A

Holland muss auf die anderen hoffen. Ohnehin wäre nur noch der Playoff-Platz möglich. Doch selbst der ist mit zwei Siegen in Kasachstan und zu Hause gegen Tschechien nicht mal sicher. Auf Platz 3 derzeit die Türkei mit 2 Zählern Vorsprung.
Bereits qualifiziert auf Platz eins liegt Island, auf Platz zwei direkt dahinter Tschechien. Für die Türkei geht es auswärts gegen Tschechien und am Dienstag gegen Island. Im direkten Vergleich sind die Türken vorne. "Oranje" steht mit dem Rücken zur Wand und droht erstmals seit 1984 nicht bei einer EM dabei zu sein.

Gruppe B

Wales mit Superstar Gareth Bale ist in Gruppe B bislang ungeschlagen. Insgesamt reicht das für Platz eins mit 18 Punkten auf der Habenseite. Gleich dahinter Belgien (17) mit Spielgestalter Kevin de Bruyne und danach Israel (13). Die Playoffs sind für Wales und Belgien jetzt bereits sicher. Ein Punkt gegen Bosnien-Herzegowina und gegen Schlusslicht Andorra und Wales wäre zum ersten Mal seit Verbandsgründung bei einer EM dabei.

Gruppe C

Der Titelverteidiger will die EM bereits im nächsten Spiel klar machen. Im Gegensatz zu Deutschland (Unentschieden) benötigt Spanien (21 Punkte) hierzu allerdings einen Sieg. Abwehrchef Sergios Ramos wird ausfallen. Dennoch sollte ein Sieg gegen Luxemburg am Freitag in Logroño allemal drin sein. Gegen die Ukraine am Montag könnte es da schon schwieriger werden, zumal sich die Ukrainer als aktuell Dritter (16) auch noch berechtigte Hoffnungen auf die EM-Teilnahme machen. Auf Platz zwei steht aktuell die Slowakei (19), die zunächst gegen Weißrussland ran muss. Die Ukraine spielt derweil in Mazedonien. Es wird sich zeigen, ob die Gruppe bis zum letzten Spieltag spannend bleibt.

Gruppe D

Deutschland, zwischenzeitlich gegen die Polen gestrauchelt, reicht gegen Irland ein Punkt, um das Ticket zur EM zu lösen. Notfalls kann dieser auch am Sonntag in Leipzig gegen Georgien geholt werden.
Polen (17) kann auf Platz zwei liegend mit einem Sieg gegen Schottland (4. / 11) die direkte Qualifikation klar machen, insofern die Iren nicht über ein Unentschieden gegen die DFB-Elf hinauskommen.
Da es für die Polen am letzten Spieltag gegen Irland ginge, wird Polen alles daran zu setzen den Showdown um Platz zwei am letzten Spieltag zu vermeiden.

Gruppe E

England, bereits für die EM qualifiziert, spielt eigentlich nur noch für die Galerie. Mit weißer Weste (8 Siege) treten sie am Freitag gegen Estland und am Montag gegen Litauen an.
Hinter England kämpfen noch vier Teams um die EM-Teilnahme. Die Schweiz (2./15) wird ihr Spiel gegen die sieglose Mannschaft von San Marino aller Voraussicht nach gewinnen. Zieht Slowien (3./12) gegen Litauen nach, geht es am letzten Spieltag um die direkte EM Qualifikation. Slowenien spielt gegen San Marino. Die Schweiz tritt gegen Estland (4./10) an.

Gruppe F

Nordirland könnte, wie Wales, zum ersten Mal eine EM spielen. Nordirland führt die Tabelle mit 17 Punkten an. Rümanien folgt auf Platz zwei mit einem Zähler weniger. Danach folgt Ungarn (3./13). Auch Finnland (4./10) hat noch Chancen auf die direkte Qualifikation. Nordirland hat es selbst in der Hand. Mit einem Sieg im ausverkauften Windsor Park von Belfast am Donnerstag und Nordirland fährt als eines von 24 Teams nach Frankreich.

Gruppe G

Wer holt sich Platz zwei hinter Östereich? Schweden um Superstar Zlatan Ibrahimovic oder WM Gastgeber Russland? Russland hat zwei Zähler mehr. Schweden dagegen die vermeintlich leichteren Aufgaben. Am Freitag in Lichtenstein und am Montag vor eigenem Publikum gegen Moldau (Tabellenletzter). Russland kann zunächst vermutlich gegen Moldau einen Sieg einplanen. Gegen Montenegro könnte es dann aber zum Showdown kommen. Die Montenegriener können sich als Tabellenvierter (11) noch berechtige Hoffnungen auf einen Playoff-Platz oder sogar mehr machen.

Gruppe H

Italien (1./18) kann in Aserbaidschan alles klar machen. Das Heimspiel gegen Verfolger Norwegen (16) würde so nur noch zum Schaulaufen für die Fans werden. Die Italienier sind bisher ungeschlagen. Doch Kroatien (3./14) könnte sie rein rechnerisch mit zwei Siegen über Bulgarien und auf Malta noch einholen.

Gruppe I

Ein Unentschieden reicht Portugal gegen Verfolger Dänemark, um die EM klar zu machen. In der einzigen Fünfergruppe könnte es, wenn es so kommt, eng für Dänemark werden. Albanien (3./11) wartet nur auf einen Ausrutscher und kann dann mit einem Sieg am letzten Spieltag gegen Armien (5./2) alles klar machen.

Fifa suspendiert Blatter und Platini für 90 Tage

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Fifa Hammer - Fifa Präsident Joseph Blatter und Uefa Boss Michel Platini sind von der Ethikkomission der Fifa für ganze 90 Tage suspendiert worden. Während dieser Zeit sind sie von allen Aktivitäten im Weltfußball gesperrt.

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Begründung der Sperre: Es gab erhebliche Zweifel an der Version Blatters bzgl. der 2-Millionen-Zahlung (Franken) an Michel Platini, welche eigentlich bereits verjährt wäre und aus den Jahren 1998 bis 2002 stammt. Das Geld wurde jedoch erst 2011 als Berater-Honorar überwiesen.

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Michel Platini hatte heute morgen erst seine Absicht erklärt für das Amt des Fifa-Präsidenten zu kandidieren. Inwieweit sein Ruf dadurch in Mitleidenschaft gezogen wird, wird sich zeigen.
 

Vor dem letzten Spieltag der EM Qualifikation - die Konstellationen

letzter Spieltag der EM Qualifikation

Entscheidung vertagt: Deutschland hat mit dem 0:1 gegen Irland einen Dämpfer hinnehmen müssen. Die DFB-Elf führt zwar die Tabelle weiter an (19), dahinter warten Polen und Irland (jeweils 18) allerdings nur auf einen erneuten Ausrutscher.
Dennoch muss es - selbst bei einer Niederlage - schon mit dem Teufel zugehen, dass sich Deutschland nicht für die EM in Frankreich qualifiziert. Am letzten Spieltag empfängt Deutschland in Leipzig Georgien. Polen spielt in Warschau gegen Irland.

DIe Konstellationen:
Deutschland wird sich direkt für die EM qualifizieren, wenn....

- die DFB-Elf gegen Georgien gewinnt.
- die DFB-Elf Unentschieden spielt
- die DFB-Elf gegen Georgien verliert und es im Spiel, Polen - Irland einen Sieger gibt.
- die DFB-Elf gegen Georgien verliert und bester Dritter wird.
Lediglich in Gruppe C, F und H kann es rein rechnerisch noch einen Dritten mit ebenfalls 19 Punkten oder mehr geben. Wenn dies passiert und Deutschland tatsächlich das Spiel gegen Georgien verliert, tritt die DFB in den Playoffs an.

Vor dem letzten Spieltag sind diese Mannschaften bereits qualifiziert.
- Frankreich (als Gastgeber)
- Belgien (4:1 gegen Andorra)
- Wales (0:2 gegen Bosnien, bereits nach dem 8. Spieltag qualifiziert)
- Italien (3:1 in Aserbaidschan)    
- Spanien (4:0 gegen Luxemburg)
- Schweiz (dank des 1:1 Litauens gegen die Slowakeu)
- England (weiße Weste, zuletzt 2:0 gegen Estland)
- Island (zum ersten Mal bei einer EM, bereits nach dem 8. Spieltag qualifiziert)
- Tschechien (als Zweiter in Gruppe B hinter Island)
- Österreich (ungeschlagen in Gruppe G)
- Nordirland (3:1 gegen Griechenland)
- Portugal (1:0 gegen Dänemark)

In Gruppe A müssen die Holländer weiter auf einen Ausrutscher der Türkei hoffen. Die Türken konterten das 1:2 der Niederlande gegen Kasachstan mit einem 2:0 gegen die Tschechen. Am letzten Spieltag kommt es zu den Duellen Türkei - Island und Niederlande - Tschechien.
Gruppe B: Bosnien-Herzegowina, Israel & Zypern machen den dritten Platz untereinander aus: Belgien - Israel, Zypern - Bosnien-Herzegowina
Gruppe C: es geht um die direkte Qualifikation für die Ukraine oder die Slowakei: Ukraine - Spanien, Luxemburg - Slowakei
Gruppe D: Dreikampf zwischen Deutschland(19), Polen(18) und Irland(18)
Gruppe E: So gut wie alles sicher: England & Schweiz direkt qualifiziert: Slowenien wohl Relegation (13). Estland und Litauen (10) mit Minimalchancen, da Slowenien gegen Punktelieferant San Marino spielt.
Gruppe F: Nordirland (20) direkt qualifiziert. Rümänien(17) mit Chancen auf Gruppensieg aber auch Playoffs noch möglich. Auf Platz 3 Ungarn (16) mit Chancen auf die direkte Qualifikation, Playoffs sicher.
Gruppe G: Russland und Schweden entscheiden untereinander die direkte Qualifikation Schweden - Moldawien, Russland - Montenegro
Gruppe H: Italien sicher durch, Norwegen mit Chance auf Platz 1 oder Playoffs. Kroatien direkte Qualifikation möglich.
Gruppe I: Portugal durch, Albanien kann mit einem Sieg gegen Armenien die direkte Qualifikation feiern. Dänemark hat bereits alle Spiele bestritten und würde dann die Playoffs spielen.




 

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